HMacquire

Letzte Änderumg am 2. Mai 2016  

HMacquire ist ein Programm zum Auslesen von Hameg Digiataloszilloskopen über die serielle Schnittstelle. Die gemessenen Signale können dargestellt und gespeichert werden. Außerdem können die Leistungsspektren der Signale sowie deren Auto- bzw. Kreuzkorrelationsfunktion berechnet werden. Die Bedienung erfolgt von der Kommandozeile aus oder im interaktiven Modus. HMacquire läuft auf Linux-Systemen und steht unter der GPL zur Verfügung.

Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

Die Software

Voraussetzungen

Gnuplot wird benötigt, um alle graphischen Ausgaben zu machen. Es wird eine 4.x Version benötigt.

FFTW Die FFTW ist eine Bibliothek zur schnellen Fouriertransformation, mit der HMacquire die Signalspektren ausrechent. Es wird Version 3 oder höher benötigt. Unter Debian heißen die benötigten Pakete fftw3 und fftw3-dev.

Kompilieren und Installieren

Wenn der Quellcode aus dem .tar.gz-Archiv entpackt ist, kann HMacquire mit make kompiliert werden. Das ausfürhrbare Programm kann dann entweder nach ~/bin/ oder als root nach /usr/local/bin/ kopiert werden. Fertig.

Anschluß des Oszilloskops

Das Oszilloskop wird an die serielle Schnittstelle /dev/ttyS1 angeschlossen. Soll eine andere Schnittstelle benutzt werden, so kann das mit -s angegeben werden oder in hmacquire.c der Standardwert verändert werden.

Bedienung

Hilfe für die Bedienung von der Kommandozeile bekommt man mit hmacquire -h. Wenn ständig neue Messungen gemacht werden, ist der interaktive Modus nützlich.

Der interaktive Modus wird mit hmacquire -i aufgerufen. In der Textkonsole wird eine Mehrzeilige Information ausgegeben. „message“ gibt eine Erfolgs- oder Mißerfolgsmeldung der letzten Aktion. „seen now“ bezeichent die gerade in den Gnuplot-Fenstern angezeigte Information, die von den Einstellungen weiter unten abweichen kann. Die folgenden Zeilen zeigen die Einstellungen für eine nächste Datenübernahme vom Oszilloskop an. Die Großbuchstaben geben die Taste zum Auswählen der entsprechenden Einstellung an. Die Übernahme von Daten vom Oszilloskop wird mit Return ausgelöst, es kann aber auch aus einer zuvor abgespeicherten Datei gelesen werden.

Die Ausgabeformate Die Ausgaben als PS oder EPS verhalten sich genau so, wie man es wahrscheinlich erwartet. Die X11-Ausgabe funktioniert natürlich nur in einer X11-Umgebung und zeigt die eingelesenen Daten direkt an. Das Ausgabeformat „d“ ist nützlich, wenn die Daten in einem anderen Programm oder auch in HMacquire selbst weiterverarbeitet werden sollen. Die Ausgabe erfolgt als ASCII-Datei. Sollen die Daten mit gnuplot weiterverarbeitet werden, weil z. B. die Standardformatierung von HMacquire nicht angemessen ist, so ist die Ausgabe als Gnuplot-Datei („g“) sinnvoll. Sie enthält sowohl die Gnuplot-Kommandos zur Erzeugeung einer EPS-Datei als auch die dazu notwendigen Daten und kann dierekt an Gnuplot übergeben werden.

Einlesen von Dateien Die Signalkurven können aus den gespeicherten ASCII-Dateien (.dat) oder den Gnuplot-Dateien (.plt) wieder von HMacquire eingelesen werden. Es werden bis zu zwei Kanäle eingelesen, die dann als CH1 und CH2 behandelt werden.

Kompatibilität

Da ich selbst natürlich nur ein Digitaloszilloskop besitze, bin ich beim Test der Software auf anderen Geräten auf die Rückmeldung von (hofffentlich) zufriedenen Benutzern angewiesen. Über Rückmeldungen unter LSto bei gmx Punkt de würde ich mich freuen. Es interessiert mich neben der Typenbezeichnugn auch die Firmwareversion, die man mit hmacquire -v /dev/ttyS1 erhält.

Typ getestet
HM 305-x
HM 407-x FC3.22 DG1.63
HM 1507 FC1.01 DG1.03
HM 1507-x

Bilder

Stimmgabel.jpg
HMacquire (Version 1.0) im interaktiven Modus

Hier ist ein Bildschirmphoto zu sehen, das HMacquire im interaktiven Modus zeigt (rotes Fenster), das Signal im Zeit- und Frequenzreum (blaue Fenster) und die gleichen Daten noch mal als EPS-Dateien (oben rechts).

Weitere Quellen

Viewable With Any Browser Valid CSS! Valid HTML 4.01!